Modul III

Hinter jedem Verhalten steckt ein Bedürfnis

Wie das Schreien eines hungrigen Säuglings fällt das Verhalten eines Kindes auf, welches sein Bedürfnis noch nicht benennen kann. In einer solchen Situation ist es die Aufgabe der Erwachsenen, das Kind beim Erkennen, Benennen und Befriedigen des Verlangens zu unterstützen.

Ist eine Befriedigung nicht möglich, kann die Anerkennung des bestehenden Wunsches bei der Entwicklung von Frustrationstoleranz helfen.

Anders als beim Säugling haben Erwachsene an ältere Kinder jedoch höhere Erwartungen. Auf diese Weise gerät das Verhalten in den Vordergrund und das Bedürfnis aus dem Blick. Das Kind muss seine Not dadurch noch massiver zum Ausdruck bringen – das Verhalten verstärkt sich. Wird das Bedürfnis jedoch erkannt, erübrigt sich das signalgebende Verhalten.

Manchmal ist es jedoch nicht möglich, mit den persönlichen oder im Team vorhandenen Mitteln und Fähigkeiten das Bedürfnis des Kindes festzustellen, bzw. welche Bedingungen die beobachtete Ausdrucksweise hervorrufen. Die Einbindung der vom Träger benannten Fachberatung kann eigenes pädagogisches Handeln überprüfen helfen bzw. Sie und die Eltern dabei unterstützen, externe Hilfen hinzuzuziehen.

Inhalt des Moduls:

  • Bedürfnisse als Motivation für menschliches Handeln
  • Auswirkungen von langfristig unerfüllten Bedürfnissen
  • Kindliches Verhalten als Anzeiger für unerfüllte Bedürfnisse
  • die Sicht pädagogischer Fachkräfte auf kindliches Verhalten
  • Unterstützung des Kindes auf dem Weg der Verhaltensänderung
  • Was tun, wenn kein Bedürfnis ermittelbar oder keine Verhaltensänderung erreichbar ist?
  • Einbindung der Eltern
  • Was tun, wenn die Eltern trotz aller Bemühungen eine Abklärung verweigern?

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Modul III – hinter jedem Verhalten steckt ein Bedürfnis

DatumKursnr.Preis
24. und 25.01.2022III-6-2021140 € zzgl. gesetzl. USt.